Vorplatz Konsumgebäude Bauhaussiedlung Törten, Dessau

Bauherr: Stadt Dessau-Roßlau, Amt für Stadtentwicklung, Denkmalpflege und Geodienste
Zeitraum: 2017–2019 (Fertigstellung Bau)
Umfang: LP 1–9
Besonderheit: Bauhaus

Projektbeschreibung

Das Projekt umfasst die Umgestaltung des Vorplatzes des zentralen Konsumgebäudes im Bauhausensemble „Siedlung Törten“.

Der Vorplatz entsprach mit seiner Gestaltung zum einen nicht mehr den historischen Vorlagen und zum anderen wurde er den Ansprüchen an eine zeitgemäße Nutzung nicht gerecht. Das von Walter Gropius entworfene Konsumgebäude war das geometrische Zentrum der Siedlung Törten. Es stand in seiner Entstehungszeit weithin sichtbar im Freien. Die leeren Räume – ohne Bäume – waren für die Gestaltung der Siedlung, für die Idee, die dahintersteht, wichtig.

Vor der Umgestaltung war der Platz vor allem durch Bäume, angepflanzt in den 1970er Jahren, und zahlreiche Einbauten geprägt. Die ehemals ebene Rasenfläche war als Regenwasserrückhaltemulde umgestaltet worden. Das Gebäude befindet sich in Privatbesitz und beherbergt neben Wohnungen in der früheren Ladenzeile auch einen Informationspunkt mit einer Dauerausstellung der Stiftung Bauhaus. Es ist Anlaufpunkt für Besucher der Siedlung und Ausgangspunkt für Führungen.

Der Entwurf schafft einen zurückhaltenden, großflächigen Vorplatz mit ca. 600 m² ebener Rasenfläche und ca. 400m² Wegeflächen aus Betonplatten mit den Maßen 30 × 30 cm. Er wird mit 2 Sitzbänken aus Beton ausgestattet. Alle vorhandenen Bäume werden zugunsten des freien Blicks auf das historische Gebäude gefällt. Die vorhandene Zufahrt (220 m²) wird an die neuen Wegebreiten angepasst und in Asphaltbauweise neu errichtet. Die Borde werden an den Übergängen zur Treppe barrierefrei gestaltet. Durch Wegfall der Mulde auf der Rasenfläche ist die Errichtung einer unterirdischen Rigole notwendig.

Die Treppenanlage wird in Form und Ausprägung erhalten und saniert.

Entlang der Damaschkestraße entstehen jeweils 2 Stellplätze für Reisebusse und Pkw in Asphaltbauweise (ca. 200 m²). Ein Behindertenstellplatz und eine öffentliche Toilette sind ebenfalls vorgesehen. Ein zugehöriger Weg aus Betonplatten erschließt die Stellplätze und bietet zudem Platz für 10 Fahrradanlehnbügel (20 Fahrräder) und 2 Betonsitzbänke.

Der Fußweg an der Ecke Damaschkestraße/Nordweg wird verlängert und ebenfalls mit Betonplatten versehen (ca. 30 m²). Die nördlich angrenzende Freifläche wird um 4 Bäume ergänzt, behält aber ihren jetztigen minimalistischen Charakter. Ein bereits vorhandener Trampelpfad von der Damaschkestraße zum Kleinring wird als Wassergebundener Weg (ca. 80m²) ertüchtigt, bis zum vorhandenen Fußweg verlängert und es entsteht somit eine durchgängiger Rundweg durch die Siedlung.

Von uns beplante Elemente

  • Denkmalgerechte Sanierung des Vorplatzes mit Verkehrsbereich inkl. Radwegen, barrierefreier Bushaltestelle und Stellplätzen
  • Wege- und Platzbeläge (Betonplatten und Asphalt)
  • Sanierung historische Eingangstreppe
  • Rasenfelder
  • Höhenplanung
  • Entwässerungsplanung

Bürgerpark Triebischwiesen Meißen

Bauherr: Stadt Meißen, Bauamt
Zeitraum: seit 2020 (LP 9 bis 2024)
Umfang: LP 2–9

Projektbeschreibung

Auf dem Altlastenstandort ehemaliger Kohlelagerplatz Meißen ist ein zeitgemäßer Bürgerpark entstanden, der temporäre Überflutungen im Hochwasserbereich der Triebisch, Hochwasserschutz, Landschaftsbilder der Bachaue und Managementziele des angrenzenden FFH-Gebietes Triebischtäler gemeinsam denkt mit den Nutzungsansprüchen der Bürger, der Idee eines Hundespielplatzes, der Verbindung des Landschaftsraumes Triebischtal mit der Altstadt und einem robusten Pflegekonzept. 

Ein breiter Parkboulevard aus hellem Farbasphalt, verbunden mit individuell designten Bänken, einer künstlerischen Anbindung an die nahegelegene Porzellanmanufaktur, eleganten Lichtstelen mit innovativer Technik und sicherer Ausleuchtung, ein naturnah gestalter Uferweg entlang der Triebisch und mehrere Querverbindungen bilden das Grundgerüst für die Entstehung von Parkräumen unterschiedlichsten Charakters.

Nach Abbruch der befestigten Flächen soll sich dort ein Biotopmosaik von Blumenschotterrasen auf den Tragschichten ehemaliger Pflasterlfächen, über Frisch- und Feuchtwiesen bis hin zum Ufersaum an der Triebisch und einem Schmetterlings- und Wildbienensaum auf einem neu aufgeschütteten Wall an der Bahnlinie entwickeln. 

Die Hundespielwiese ist vom restlichen Park durch eine Bodensenke, verbunden mit einer halbhohen Strauchpflanzung und mit Relikten der früheren Nutzung gefüllten Drahtkörben abgegrenzt und bietet Hunden wie auch Kindern Bewegungsanreize über liegende Holzstämme, Findlinge und Sandmulden. Der örtliche Hundesportverein plant hier Veranstaltungen zu artgerechter Hundehaltung und Trainings. 

Perspektivisch sollen hier, wie auch am südlichen Rand des Parkes, in Abstimmung mit der LTV flache und geschützte Zugänge zu der derzeit stark eingetieften Triebisch geschaffen werden. 
Eine gestufte Nutzungsintensität und somit ein Schutz der wertvollen Biotopflächen soll durch die Anlage regelmäßig gemähter Wegeverbindungen zu Picknick- und Aufenthaltsflächen mit großzügigen Landschaftsliegen innerhalb der zweischürigen Wiesenflächen erreicht werden. Erklärt wird dieses Konzept auf den unterhaltsam und ansprechend gestalteten Informationstafeln an beiden Eingängen.

Zielsetzung

  • Schaffung eines naturnahen Parks zwischen Bahnlinie und Fließgewässer nach Rückbau der Flächenbefestigungen und Beseitigung der Altlasten
  • Wiederverwendung eines Teils der abgebrochenen Flächenbefestigungen für Wege, Biotopstrukturen und Einfriedungen
  • Anlage eines geschützten Areals in Kooperation mit dem örtlichen Hundesportvereins
  • Vorbereitung von Gewässerzugängen für künftige Umsetzung durch LTV
  • Schutz der angelegten Ökokontoflächen durch Nutzerlenkung

Von uns beplante Elemente

  • Hundespielwiese
  • Weidensetzstangen für künftige Kopfweiden am Fließgewässer
  • Parkboulevard aus hell beschichtetem Asphalt mit besonders gestalteten Sitzplätzen
  • Extensive Frisch- und Feuchtwiesen mit Gehölzgruppen aus dem Artenspektrum der Bachaue
  • Biotopstrukturen für Insekten, Wildbienen und Eidechsen (Ansaaten, Steinhaufen)
  • Informationstafeln zu Geschichte und geplanter Entwicklung des Areals für die Nutzer.

Piata Cazaban, Oradea/Rumänien

Bauherr: Stadt Oradea/Rumänien
Architekt: unith2b
Zeitraum: 2019–2020
Umfang: LP 2–5

Projektbeschreibung

Für die Neugestaltung wird der zentrale Platz vor der großen Kirche zum Marktplatz umgestaltet. Doppelte Platanenalleen säumen den Platz mit Hochbeeten, Möbeln und Brunnen. Eine klassische Piazza im mediterranen Stil entsteht. Ein Ort für Begegnungen, Märkte und Veranstaltungen gibt den Anwohnern einen Treffpunkt und vermittelt regionale Identität. Die Umgebung mit ihren Wohn- und Geschäftshäusern wurde entsprechend an- und eingebunden.

Die Ideen für die Platzgestaltung entstanden in Kooperation mit unith2b. Der Entwurf des Bukarester Büros überzeugte die Stadt. Insbesondere bei den gestalterischen und technischen Details konnten wir modernste städteplanerische Tendenzen und ökologische Bauweisen einbringen. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der barrierefreien und interdisziplinären Gestaltung, die nach dem modernen „shared-space“-Prinzip die Fuß- und Radwege mit dem Straßenraum verbindet. In den Boden integrierte LED-Streifen und beleuchtete Brunnensprudel sind nur zwei der komplexen technischen Herausforderungen, die wir bei der Ausführungsplanung lösen konnten. Die Pflanzplanung für die Beete, Kübel und Alleen auf die dortigen Standortbedingungen anzupassen, erforderte intensive Recherche und Ortsbegehungen. Wir freuen uns schon auf die vielen Feste und Wochenmärkte, die auf diesem Areal stattfinden.  

  • Planzeichnung: LA21 Berlin
  • 3D-Renderings: unith2b
  • LP 2-5, Vorentwurf, Ausführungsplanung, landschaftsarchitektonische Beratung, Pflanzplanung

Von uns beplante Elemente

  • Verkehrsbereiche inkl. Radwege, Neben- und Zufahrtsstraßen, Bushaltestellen
  • Wege- und Platzbeläge inkl. Aufbau
  • Licht- und Möblierungskonzept
  • Brunnenelemente
  • Baumquartiere und Pflanztröge
  • Pflanzplanung
  • Höhenplanung
  • Be- und Entwässerungsplanung

Museum Flohburg, Nordhausen

Bauherr: Stadt Nordhausen
Architekt: Hans Jürgen Gerboth, Hamma
Zeitraum: 2012–2016
Größe: 1000 m²
Umfang: LP 5–9

Projektbeschreibung

Die Stadt Nordhausen in Nordthüringen erhielt im Jahr 2013 ein neues städtischen Museum. Dieses entstand an einem historischen Standort in der Altstadt als Anbau an das gotische und bauhistorisch wertvollste Gebäude der Stadt, das Fachwerkgebäude „Flohburg“. Die Freianlagen sollten dabei das Bindeglied zwischen Alt und Neu darstellen. So erstellten wir auf der Grundlage der städtischen Entwürfe eine Ausführungsplanung für eine Natursteinmauer und einen davon umschlossenen, historisch anmutenden Museumsgarten mit Kräutergarten und Lapidarium. Zudem bepflanzten wir die Anlage im Stil eines historischen Bauerngartens. Während der Ausführung waren wir stets vor Ort und überwachten diese.

Zielsetzung

  • Bindeglied zwischen Alt und Neu
  • Ausführungsplanung für den Museumsgarten mit historisch anmutender Natursteinmauer
  • Kräutergarten
  • Lapidarium
  • Stellplätze

Von uns beplante Elemente

  • Natursteinmauer
  • Natursteinpflaster
  • Kräutergarten
  • Bauerngarten
  • Zufahrt
  • Stellplätze

Dies ist ein Wettbewerbsprojekt.

Blasiikirchplatz Nordhausen

Bauherr: Stadt Nordhausen
Architekt: ORTSBILD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH
Kooperation: Stadtplanungsbüro Meißner & Dumjahn

Projektbeschreibung

Aufgabe war es, die Stadt mit ihrem typischen Stadtleben an diesen „Unort“ zurück zu bringen. Unser Entwurf vereint die in der Stadt vorgefundenen Elemente vom Baustil bis hin zum Material an einem konzentrierten Ort und lässt dieses Tor zur Stadt symbolisch genauso vielseitig erscheinen wie seine Bedeutung für die Stadt sein wird.

Zielsetzung

Zielsetzung dieses Wettbewerbes war, den Blasiikirchplatz zu einem multifunktionalen Areal als Treffpunkt, Marktplatz, Gastro- oder Repräsentationsfläche umzugestalten. Baulücken galt es zu schließen, die Verkehrsführung zu überdenken, ein Beleuchtungskonzept vorzustellen und noch vieles mehr abzuwägen.

Von uns beplante Elemente

  • Kirchplatz mit Anschluss an Gemeindehaus-Neubau
  • Wasserplatz mit Wasserspielen und Freitreppen
  • Marktplatz mit multifunktionaler Aufgabe für Kunst und Kultur
  • Verkehrskonzeption
  • Beleuchtungskonzeption mit RGB-Bodeneinbaustrahlern

Weitere Projekte

  • Brunnenplatz und Öffentlicher Grünzug Tannenstraße, Dresden
  • Denkmal am Magnus-Hirschfeld-Ufer, Berlin
  • Kirchenvorplatz Trinitatis, Zerbst
  • Sanierung und Umgestaltung Heinrich-Heine-Park, Ellrich

Wie Sie uns erreichen

Für weitere Informationen bzw. ein erstes Beratungsgespräch können Sie sich sowohl an das Berliner Büro als auch an einen der anderen Standorte wenden. Sie werden in jedem Fall fachkundig beraten.

LA21 | Office Berlin

Ansbacher Straße 45, 10777 Berlin
T +49 (0)30 / 94 39 36 07 0
F +49 (0)30 / 94 39 36 07 77
E berlin@la-21.com

LA21 | Office Sachsen

Riesaer Straße 7, Haus C, 01129 Dresden
T +49 (0)3 51 / 810 59 43
F +49 (0)32 12 / 810 59 43
E dresden@la-21.com

LA21 | Office Mecklenburg-Vorpommern

Steinstraße 35, 19395 Ganzlin
M +49 (0)173 595 07 03
k.papenroth@la-21.com
W www.la-21.com

LA21 | Office Thüringen

Diana Moraweck
Käthe-Kollwitz-Straße 14
99734 Nordhausen
T +49(0)36 31 / 651 45 00
F +49(0)36 31 / 651 45 01
d.moraweck@la-21.com

LA21 | Baum + Landschaft

Björn Diener
Käthe-Kollwitz-Straße 14
99734 Nordhausen

T +49(0)36 31 / 651 45 09
F +49(0)36 31 / 651 45 01
b.diener@la-21.com

LA21 | Office Hamburg

Sascha Ratayski
Hopfensack 20, 20457 Hamburg